Dozierende in L2D2

Hier stellt sich das Team hinter L2D2 kurz vor.

Christian Albrecht

FAU Erlangen-Nürnberg

Themenschwerpunkte
Ästhetische Kommunikation im Literaturunterricht; Filmdidaktik; empirische Unterrichtsforschung; digitale Bildung.

Wo bist du beschäftigt, was machst du da?

Ich arbeite am Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur der FAU Erlangen-Nürnberg als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Schwerpunkten in der Literatur- und Mediendidaktik, insb. in der ästhetischen Kommunikation im Literaturunterricht, in der Filmdidaktik, in der empirischen Unterrichtsforschung und – natürlich – in digitaler Bildung.

Warum machst du bei L2D2 mit?

Ich verfolgte vor einiger Zeit mit großem Interesse das universitätsübergreifende Lehrexperiment „Relevante Literaturwissenschaft“ (https://relevantelitwiss.wordpress.com), das unter dem gleichnamigen Hashtag über Twitter beworben wurde. Die Idee, sich digital über die Grenzen des eigenen Seminarraums hinweg zu vernetzen, gemeinsam zu diskutieren und zu kollaborieren, Wissen gemeinsam zu generieren und zu reflektieren sowie Forschungsergebnisse, -standpunkte und -kontroversen kritisch im Austausch zu diskutieren, entspricht – insbesondere unter den Bedingungen der Digitalisierung und Digitalität – meiner Vorstellung von zeitgemäßer Lehre. Inspiriert von diesem Vorbild rief ich im April 2019 über Twitter zur Zusammenarbeit in einem medien- und fachdidaktisch ausgerichteten Seminar „Lehren und Lernen unter den Bedingungen der Digitalisierung und Digitalität“ auf – mit erfreulicher Resonanz. Was aus diesem einen Tweet geworden ist, davon zeugt diese Webseite. Ich staune noch immer.

In welchen Semestern hast du bei L2D2 mitgemacht?

In der ersten Runde im Wintersemester 2019/2020.

Welche Sitzung hast du geplant und durchgeführt?

Ich habe zusammen mit meinem Kollegen Axel Krommer die Auftaktsitzung „Lehren und Lernen unter den Bedingungen der Digitalisierung und Digitalität – Eine Einführung“ gestaltet. Einen besonderen Schwerpunkt wollten wir in dieser Sitzung auf den Paradigmenwechsel von der Gutenberg- zur Turing-Galaxis legen.

Beschreibe L2D2 in einem Satz!

You must unlearn, what you have learned.

David Lohner

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Themenschwerpunkte
Lernvideos, Medienkompetenz

Wo bist du beschäftigt, was machst du da?

Ich bin in zwei verschiedenen Einrichtungen des KIT unterwegs. Zum einen promoviere ich am Institut für Berufspädagogik und Allgemeine Pädagogik zum Thema „Lernvideos”. Dort bin ich neben meiner Forschung auch in der Lehre eingebunden. Zum anderen arbeite ich am Zentrum für Mediales Lernen des KIT. Das ist die zentrale E-Learning Einrichtung, die alle Dozierenden zur Verfügung steht, wenn es um Beratung zu und/oder Produktion von E-Learning Content geht. In dieser Rolle konzipiere und drehe ich regelmäßig Lernvideos.

Warum machst du bei L2D2 mit?

Die Idee für das Projekt klang spannend: ein digital vernetztes Seminar zeitgleich an mehreren Hochschulen? Wie sonst könnte man eine moderne Arbeitswelt besser während des Studiums abbilden? Warum sollte ich nicht auf die Expertise anderer Standorte aufbauen können und sie in meine Lehre integrieren? In der Forschung sind solche Kooperationen Gang und Gäbe. Für mich bot sich hier eine einmalige Chance, etwas Neues auszuprobieren. Und ich muss sagen: es hat sich gelohnt! Das Setting, das Thema des Seminars und vor allem der Austausch mit den anderen Dozierenden und Studierenden war absolut inspirierend. Ich hoffe, dass wir das Seminar in Zukunft weiterentwickeln und regelmäßig durchführen können!

In welchen Semestern hast du bei L2D2 mitgemacht?

Ich war im ersten Durchlauf, im Wintersemester 2019/20 dabei, als wir das offiziell als „Lehrexperiment“ angekündigt hatten.

Welche Sitzung hast du geplant und durchgeführt?

Das Thema „Lernvideos“ ist von mir. Aus zwei naheliegenden Gründen: Erstens promoviere ich darüber und produziere selbst zahlreiche solche Videos, kann inzwischen also auf recht viel Erfahrungen zurückgreifen und zweitens sind Videos zur Zeit eine der nachgefragtesten Lehr- bzw. Lernmethoden. Ich halte es wichtig, sich in diesem Kontext daher sowohl mit der Analyse als auch der technischen Umsetzung dieser Medien auseinanderzusetzen.

Beschreibe L2D2 in einem Satz!

Frei nach Loriot: Ein Leben ohne digital gestützte Lernangebote ist möglich, aber sinnlos.

Sarah Stumpf

Universität Halle-Wittenberg

Themenschwerpunkte
Digitale Deutschdidaktik, sprachliches Handeln in der digitalen Interaktion

Wo bist du beschäftigt, was machst du da?

Ich bin im Projekt [D-3] Deutsch Didaktik Digital beschäftigt. In diesem Projekt verantworte ich den Arbeitsbereich Methodenentwicklung. Konkret bedeutet das, dass ich eng mit den Lehrenden und Studierenden des Germanistischen Instituts an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zusammenarbeite, um diese beim Einsatz digitaler Lehr-Lernszenarien zu unterstützen.

Warum machst du bei L2D2 mit?

Kollaboration, Kommunikation, Kritisches Denken und Kreativität. Die 4K-Skills werden beim Thema Digitalisierung häufig angeführt und in Lehrveranstaltungen der Mediendidaktik thematisiert. Bei L2D2 habe ich die Chance gesehen, nicht nur über die 4 Ks zu sprechen, sondern sie auch direkt in der eigenen Lehre umzusetzen.Ein weiterer Punkt, der mich sofort für das Seminar begeistert hat, war die Idee der Interdisziplinarität, denn beim Thema “Digitalität” reicht der Blick aus einem einzelnen Fach heraus meiner Ansicht nach nicht aus und der Blick über den “eigenen Tellerrand” schien mir in L2D2 unkompliziert möglich. Die Idee, die mit L2D2 verfolgt wird, fordert und fördert Studierende wie Dozierende gleichermaßen bei der produktiven Auseinandersetzung mit der Frage, wie Digitalität das Lehren und Lernen verändert.

In welchen Semestern hast du bei L2D2 mitgemacht?

Ich habe im Wintersemester 2019/2020 teilgenommen.

Welche Sitzung hast du geplant und durchgeführt?

Gemeinsam mit Matthias Ballod habe ich die Sitzung “Kritik an der Digitalisierung von Schule” gestaltet. Gerade in der öffentlichen Wahrnehmung scheinen immer wieder dieselben Diskurse aufzutauchen, wenn es um die Digitalisierung von Schule geht: Welchen Mehrwert hat diese Umstellung? Sitzen die Kinder nicht schon genug vor Bildschirmen? Uns war für diese Sitzung wichtig auf derartige Verhinderungsdiskurse einzugehen und die Probleme in der Mehrwert-Debatte zu thematisieren. 

Beschreibe L2D2 in einem Satz!

Wenn wir veränderte Möglichkeiten für das Lehren und Lernen in Schule authentisch vermitteln wollen, muss auch die Hochschullehre neue Formate vorleben.

Wo bist du beschäftigt, was machst du da?

Ich bin in Niedersachsen aktiv: Zum einen als Projektkoordinator für das Projekt “#DigitaleBildung in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung” an der Universität Göttingen. Hier biete ich Seminare für Lehramtsstudierende rund um das Lernen mit und über digitale Medien an. Zum anderen arbeite ich im Verbundprojekt „Basiskompetenzen Digitalisierung” des Niedersächsischen Verbunds  zur Lehrerbildung. Im Dialog mit den lehrerbildenden Verbundhochschulen entwickeln wir (Lehr-)Konzepte, um “Basiskompetenzen Digitalisierung” in allen niedersächsischen Lehramtsstudiengänge zu verankern.

Warum machst du bei L2D2 mit?

Bei L2D2 reizt mich insbesondere der vielschichtige Vernetzungsgedanke. Gemeinsam mit anderen Dozierenden – die man vorher noch nie gesehen hat – ein Seminar zu entwickeln und durchzuführen, ist “Team Teaching” wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Die entwickelten Lehr- und Lernmaterialien darüberhinaus als OER zu konzipieren und zu veröffentlichen, war mir besonders wichtig, damit gute Konzepte nicht einfach in der Schublade verschwinden.

Dadurch, dass Seminardiskussionen zum Teil über Soziale Netzwerke geführt worden, hat eine enorme Öffnung stattgefunden: Der Austausch fand nicht nur zwischen den verschiedenen Seminargruppen unserer Hochschulen, sondern auch mit interessierten Personen außerhalb der eigenen Uni-Community statt.

Studierende und Lehrende konnten und können bei L2D2: “vernetztes Lernen – Vernetzung lernen” (Lisa Rosa). 

In welchen Semestern hast du bei L2D2 mitgemacht?

Ich war im ersten Durchlauf im Wintersemester 2019/2020 dabei und will auch in Zukunft daran mitwirken.

Welche Sitzung hast du geplant und durchgeführt?

Ich habe die Sitzung zum Thema “Kompetenzmodelle für das Lernen und Lehren in der digitalen Welt” geplant und die Durchführung anschließend (digital) begleitet, da ich selbst leider nicht genügend Studierende in Göttingen hatte. Im Rahmen des Verbundprojektes “Basiskompetenzen Digitalisierung” habe ich mich viel mit Kompetenzmodellen beschäftigt und wollte einerseits Grenzen und Möglichkeiten zur Diskussion stellen und andererseits durch den Austausch weitere Anregungen für meine Arbeit erhalten. Darüber hinaus habe ich an der Sitzung zur informatischen Grundbildung mitgewirkt, die Sebastian Becker gestaltet hat.

Beschreibe L2D2 in einem Satz!

Copying Is Not Theft (Achtung Ohrwurmgefahr!)

Markus Deimann

Fernuniversität Hagen

Themenschwerpunkte
Open Education

Wo bist du beschäftigt, was machst du da?

Ich vertrete seit Januar 2019 das Lehrgebiet Mediendidaktik an der FernUniversität Hagen.

Warum machst du bei L2D2 mit?

Ich habe bei L2D2 mitgemacht, weil ich hochschulübergreifende, digital-unterstützte Lehre enorm wichtig finde und es hier noch sehr viel Luft nach oben gibt. Ich wollte selber erleben, wie es ist, sich nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch mit Hochschulkooperation auseinanderzusetzen.

In welchen Semestern hast du bei L2D2 mitgemacht?

Wintersemester 2019/20

Welche Sitzung hast du geplant und durchgeführt?

Ich habe das Thema „Bildung im Zeitalter der Digitalität: Begriffe, Theorien und Philosophie“ beigesteuert.

Beschreibe L2D2 in einem Satz!

(wird ergänzt)