Der Paradigmenwechsel von der Gutenberg- zur Turing-Galaxis

Die digitale Transformation und die mit ihr einhergehenden Vorgänge der Digitalisierung, Automatisierung, Vernetzung und Globalisierung haben disruptive Prozesse eingeleitet, denen eine größere revolutionäre Kraft zugeschrieben wird als allen anderen industriellen Revolutionen vor ihr. Neben ökonomischen, gesellschaftlichen, kulturellen, politischen und wissenschaftlichen Implikationen betrifft dies im Besonderen auch bildungstheoretische Dimensionen.

Viele didaktische und pädagogische Überzeugungen, die bislang als Common Sense galten, werden zunehmend infrage gestellt. Um reflektieren zu können, was Lehren und Lernen unter den Bedingungen der Digitalisierung und Digitalität bedeutet,  ist es wichtig, den mit der Digitalisierung einhergehenden Paradigmenwechsel von der “Gutenberg-” zur “Turing-Galaxis” und die aus ihm resultierenden Konsequenzen zu verstehen. Nur vor diesem Hintergrund lässt sich verstehen, was zeitgemäße Bildung heute bedeutet… und was nicht. Hierfür dient die folgende Sitzung.

Sitzungsbeschreibung

Zur Vorbereitung der Studierenden auf die Sitzung: 

  • Sehen Sie sich folgendes Video eines Vortrags von Axel Krommer auf dem Bildungskongress 2018 in Köln an:

  • Lesen Sie den Artikel von Felix Stalder über die Kultur der Digitalität aufmerksam durch.
  • Lesen Sie den Artikel von Klaus Zierer über die Grammatik des Lernens aufmerksam durch. 
  • In dem Video (Krommer) und den beiden Texten (Stalder, Zierer) werden konkrete Positionen im Hinblick auf das Lehren und Lernen unter den Bedingungen der Digitalisierung und Digitalität erkennbar.
  • Formulieren Sie bis zum 25.10 in wenigen Sätzen eine möglichst gehaltvolle These, die deutlich werden lässt, wie Ihre eigene Position in diesem Themenfeld aussieht. Beziehen Sie sich dabei explizit auf die Materialien, so dass klar wird, wie sich Ihre Sichtweise von den Thesen Krommers, Stalders und Zierers unterscheidet bzw. wo sich Überschneidungen ergeben. Schreiben Sie die These in das seminarinterne Google-Forms-Dokument.
  • Lesen und reflektieren Sie die Thesen der anderen Seminarteilnehmer*innen bis zum 28.10. Stimmen Sie ab, welche These Sie am relevantesten/besten/interessantesten finden. Der Link geht Ihnen am Freitagabend per Mail zu.

Sitzungsablauf

1. Phase (Dauer ca. 15 Minuten; intern)

  • Organisatorisches: “Überlegen Sie sich, wie Sie sich gleich den anderen Hochschulen in der Videokonferenz präsentieren und vorstellen möchten. Ihre Vorstellung sollte nicht länger als 2 Minuten dauern (Originalität erlaubt).”

2. Phase (Beginn: 14:15 Uhr; Dauer ca. 10 Minuten; vernetzt):

  • Videokonferenz mit Adobe Connect (je ein Screen pro Uni; Studierende können – am besten ohne Bild und Ton –  am Chat teilnehmen, wenn gewünscht)
  • Begrüßung, Selbstvorstellung der Seminare und Organisatorisches zur folgenden Sitzung (Moderation: FAU).

3. Phase (Beginn: 14:25; Dauer ca. 20 Minuten; intern):

  • Präsentation der Abstimmung über die zwei relevantesten/besten/interessantesten  Thesen mit Google Forms.
  • “Diskutieren Sie intern in Ihrem Seminar die zwei Thesen mit den meisten Stimmen. Stellen Sie die Thesen (ohne Ihre Diskussionsergebnisse) in das gemeinsame #L2D2-Google Dokument zur Diskussion.”

4. Phase (Beginn: 14:45; Dauer ca. 30 Minuten; intern & vernetzt)

  • “Sichten Sie die Thesen der anderen Standorte.”
  • “Entscheiden Sie sich in Kleingruppen (max. 3-5) für die These der anderen Standorte, die Sie am meisten interessiert.”
  • “Diskutieren Sie die These in Ihrer Kleingruppe aus der Perspektive Ihres Studiengangs und Ihres Didaktik- bzw. Unterrichtsfaches (an der FAU also für den Deutschunterricht der Grund- und/oder Mittelschule). Recherchieren Sie im Netz, kommunizieren Sie mit anderen online (z.B. mit dem Twitterlehrerzimmer, mit den Seminarteilnehmer*innen der anderen Unis…).”
  • “Verfassen Sie zu der These der anderen Standorte ein kurzes Statement.”

5. Phase (Beginn 15:15; Dauer ca. 15 Minuten; intern & vernetzt))

  • “Antworten Sie als Experte auf die Rückmeldung, die Sie auf die von Ihnen gestellte These erhalten haben.”
  • “Twittern Sie eine gewonnene Erkenntnis/Frage der heutigen Sitzung unter den Hashtags #L2D2 und #Twitterlehrerzimmer.”

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